Stille Nacht… guter Tag

Wenn man beschließt, nachts abzustillen, wird es tendenziell erst einmal lauter, bevor es stiller wird. Aber mit Geduld, Konsequenz und der richtigen Einstellung reichen 3 bis 5 Nächte aus bis es heißt: endlich wieder durchschlafen… oder zumindest ein bisschen mehr durchschlafen als bisher.

1. Wollen! Es klingt banal aber Ihr werdet mit großer Wahrscheinlichkeit erst dann erfolgreich abstillen, wenn Ihr wirklich genug habt vom nächtlichen Stillen. Wenn Ihr es aber gern tut oder Ihr euch nicht sicher seid, ob Ihr wirklich schon abstillen möchtet, gebt euch noch Zeit.

2. Mitteilen: Wir wissen nicht genau, in welchem Alter unsere Kleinen wieviel mitbekommen und verstehen. Es kann trotzdem hilfreich, Eure Absicht zu erklären und ihnen dabei tief in die Augen zu schauen. Und wenn es nur dazu dient, sich selbst sagen zu hören, dass es nun an der Zeit ist. 

3. Routine schaffen: Vor dem Schlafengehen sollte das Baby richtig satt sein. Ein Abendbrei eignet sich hierzu oder tatsächlich auch ein Fläschchen Vollmilch oder Kindermilch als Ersatz. Das Kleine sollte vier Stunden zuvor nicht mehr geschlafen haben (nicht eine Sekunde!) und jeden Abend ungefähr zur gleichen Zeit ins Bett gebracht werden.

4. Ruhig bleiben: Habt keine Angst vor der Nacht, sondern geht mit dem guten Bewusstsein und der Zuversicht, dass es klappt, schlafen. Wird Euer kleiner Liebling wach, dann versucht zunächst, ihn zu trösten, zu streicheln und gut zuzureden. Wenn nötig, macht das Licht an, das Baby sollte jedoch bestenfalls nichts aus dem Bett genommen werden.

5. Geduldig sein: Vielleicht klappt es und Ihr könnt nach wenigen Minuten friedlich weiterschlummern. Sehr wahrscheinlich aber nicht. Seid einfach geduldig und haltet durch, solange es eben geht. Schreit das Baby, ist es vielleicht noch nicht so weit. Seid nicht enttäuscht oder gar wütend. Schließlich muss es für die Kleinen (trotz vorheriger Absichtserklärung 😉 ) irritierend sein, wenn die Routine auf einmal gebrochen wird. Wir hatten drei oder vier recht mühsame Nächte, in denen ich teilweise nachgegeben habe, teilweise nicht und dann ging es schon sehr viel besser.

6. Kleine Schritte: Die Idee ist, dass die Kleinen zunächst ein Mindestintervall schaffen, in dem sie nicht gefüttert werden. Das sind beispielsweise vier Stunden nach dem letzten Stillen. Versucht, dieses Intervall jede Nacht ein wenig hinauszuzögern, das heißt nicht stillen vor 3 Uhr, 4 Uhr, 5 Uhr. 

7. Zutrauen: Man darf das nächtliche Abstillen nicht als Zumuten sondern als Zutrauen betrachten. Traut eurem Baby zu, dass es nachts nun auch öfters (garantiert noch nicht immer) ohne klarkommt. 

8.… und schlafen: Die Familiengesundheit ist ebenso wichtig wie das Wohlbefinden eures kleinen Schatzes. Es muss und sollte nicht sein, dass Babys komplett über unsere Tage und Nächte bestimmen. Achtet trotz allem darauf, wie Ihr Euch dabei fühlt. Auch wenn es nicht leicht fällt, sollte es sich richtig anfühlen. 

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