Travelbaby! Tipps aus dem ersten Reisejahr

Nachdem unser kleiner Löwe das Licht der Welt erblickte, bekam er relativ schnell auch den Rest von ihr zu sehen. Zugegeben: Bei uns war die „Schonfrist“ relativ kurz. Nach den ersten Monaten der totalen Ruhe (und Schlaflosigkeit), begannen wir schrittweise wieder zu reisen: Von der ersten kürzeren Autoreise nach Südtirol über die erste lange Autoreise an die französische Atlantikküste bis hin zum ersten Kurz-, Mittel- und Langstreckenflug. Mit diesem Artikel möchte ich zum Reisen mit Kind ermutigen und ein paar Erfahrungen teilen, die es vielleicht noch etwas leichter machen.

Ihr packt das! Tipps fürs Gepäck

Eins ist eindeutig: Die Kleinsten hat das größte Gepäck! Und trotzdem ist es wirklich sinnvoll, sich auf das Nötigste zu konzentrieren. Die meisten Hotels und Ferienwohnungen haben so ziemlich alles, was man braucht und der Rest lässt sich auch mal kaufen. Solltet Ihr besondere Windeln oder andere Produkte nutzen, die es womöglich anderenorts nicht zu kaufen gibt, probiert am besten vorher einmal andere „Mainstream“-Produkte aus. So könnt Ihr entscheiden, was Ihr wirklich mitnehmen müsst. Nützlich ist eine Packliste, auf der wirklich alles steht, was mit muss. Was nie fehlen sollte: Papiere, Reiseapotheke und Dinge, die für eure Kleinen (vermeintlich) unersetzlich sind, z. B. Kuscheltier, Spieluhr, Schnulli, Schlafsack… Als praktisch haben sich erwiesen:

  • Eine Autoschale mit Liegefunktion und Adapter für den Kinderwagen. So spart man sich den Platz für die sperrige Wanne. Bucht man bei Flugreisen einen extra Platz für das Kind, liegt es darin.
  • Ein „Hochstuhl“ zum Festschrauben für den Tisch.
  • Ein kompaktes Reisebettchen aus Stoff für unterwegs.
  • Weitere schöne Ideen habe ich hier gefunden.

Joyride oder Highway to hell? Autofahren mit Baby

Wer schon einmal über einen längeren Zeitraum ein brüllendes Kind als Beifahrer hatte, für den bekommt der Highway to Hell eine neue Bedeutung. Was neben starken Nerven noch hilft:

1.Schlafzeiten Nach dem Schlafrhythmus des Kindes fahren. Je nach Dauer der Fahrt am besten Nachts, wer sich traut. Bei uns hat sich bewährt, das Abendritual wie immer zu machen und dann in der ersten halben (Tiefschlaf-)stunde losfahren. Ansonsten viele Pausen und besser keine zu großen Etappen am Stück einplanen.

2. Musik Eine gute Playlist hat sich auf längeren Autofahrten als sehr wertvoll erwiesen. Der Gorilla mit der Sonnenbrille bei schlechter Laune, Radio Gaga als absolute Geheimwaffe fürs Einschlafen oder auch mal Sweet Child of Mine, weil’s so schön ist.

3.Entertainment Ein häufiger Grund für Unmut im Auto ist schlichtweg Langeweile. Ein neues Spielzeug kann zumindest überbrücken. Am besten mit viel Plastik und Lärm, wie dieses hier zum Beispiel. Als kleines Baby mochte unser Schatz besonders gern flatternde Schals… es kann so einfach sein 😉

4. Rückspiegel Besonders wer ohne Co-Pilot unterwegs ist, behält den kleinen Passagier auf der Rückbank so bestens im Auge und kann beruhigt Gas geben wenn es still wird. Solange die Kleinen noch rückwärts fahren müssen kann es helfen, etwas Vertrautes in ihrem Blickfeld zu platzieren, ein Schal, Spielzeug, Kuscheldecke, Mobile oder ähnliches.

5. Knabbereien Reiswaffeln, Dinkelstangen, Brezeln. Ich weiß, gegessen wird am Tisch aber hier machen wir gern eine Ausnahme, an der alle Freude haben. Kleine Snacks sind bei uns der große Renner und alle sind zufrieden.

Air Baby! Nur (nicht) Fliegen ist schöner

Wo gibt man den Kinderwagen ab? Was darf man mit in den Flieger nehmen? Welche Plätze sind die besten? Eine kleine Übersicht in chronologischer Reihenfolge:

Anreise zum Flughafen: Schön ist, wenn man Freunde hat, die einem im gewohnten Auto und Kindersitz an den Flughafen fahren. Öffentliche Verkehrsmittel sind natürlich möglich, mit Gepäck und Kind kann das allerdings eine schweisstreibende Angelegenheit werden. Überlegt euch vorher, wie viele Gepäckstücke (inkl. Kind) Ihr habt und wieviele Personen benötigt werden, um diese zu tragen 😉 Am Flughafen passt im Normalfall alles auf einen Wagen.

Check-In & Gepäckabgabe: Es gibt beim Check-In zwar leider keine extra Schlange für Familien mit Kinder, manchmal hat man aber Glück und wird „entdeckt“. Für das Kind gibt es je nach Fluggesellschaft ein extra Gepäckstück + Kinderwagen. Dieser kann bis zum Gate mitgenommen oder als Sperrgepäck aufgegeben werden.

Security Check: Idealerweise schläft das Kind sowieso erst im Flieger, spätestens jetzt wäre es aber wieder wach, denn es darf weder im Kinderwagen noch in der Trage bleiben. Dafür dürfen Wasser und Milch mit. Wir hatten diese einfach in zwei Thermoskannen und sind damit immer „durchgekommen“.

Start und Landung: Die Kleinen haben entweder einen extra Platz mit Babyschale oder werden bei Mama oder Papa Beim Start und der Landung ist es wichtig, dass die kleinen Schätzchen etwas kauen oder trinken zum Druckausgleich. Idealerweise stillt Ihr oder gebt ein Fläschchen. Aber Achtung: Nicht zu früh damit anfangen, sondern wirklich erst, wenn das Flugzeug abhebt, damit lang genug genuckelt werden kann 😉

Wer Glück hat, kann sich eines schlafenden Kindes erfreuen. Ansonsten sind neue Spielsachen als Überraschung eine gute Idee, Snacks und spazieren gehen im Flugzeug.

Bon voyage!

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